Trio Aurealis with Robert Dick, Daniele Patumi and John Wolf Brennan

Werkverzeichnis:
Kammermusik


 

Nearly  charming

 10'

(#134, 1997)

Oktett für Klarinette, Fagott, Horn,
Streichquartett und Kontrabass

Kompositionsauftrag der "Journées Hindemith"

UA: 4.7.97 Aula de Bahyse, Blonay
(inspiriert von Daniil Charms) Moscow Contemporary Music Ensemble,
Leitung: Jean-Luc Darbellay

"...notamment "Nearly charming"", de John Wolf Brennan,
en octuor. Une pièce réellement géniale, louvoyant entre la musique contemporaine et le style jazz. L'attaque initiale des trois souffleurs  n'utilisant que leurs embouchures et l'espièglerie des pizzicati  qui prennent le relais ne peuvent laisser indifférent."

jpn, La Presse, Montreux, Samedi 5 Juillet 1997


Epithalamium

18'

(#111, 1994)

Nonett nach James Joyce's Gedicht No. XIII
aus "Chamber Music" (1907)
für Flöte/Bassflöte, Oboe/Englischhorn, Klarinette/Bassklarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier & Perkussion

Enstanden im Rahmen des Kompositions-
Meisterkurses von Klaus Huber an den
IMF 1994, Boswil/Luzern.

Einstudierung: ensemble recherche, Freiburg
Studio-Aufführung:
Alte Kirche Boswil, 6.11.94

UA: ALTERNATIVA Festival, Moskau 26.5.95
Moscow Ensemble for Contemporary Music
Leitung: Alexej Vinogradov

“Das von einem Gedicht von James Joyce inspirierte Stück zeichnet in drei Sätzen das Aufkommen eines Sturmes nach, wobei ein amorpher Naturzustand stufenweise in eine kunstvoll belebte Klangwelt übergeführt wird. Trotz zahlreicher lautmalerischer Elemente (von den Blas-Geräuschen des ersten Satzes bis zum Möwengesang des Cellos im letzten) bleibt das nicht geradlinig-vordergründige Programmusik. Die Musik erreicht gerade in den Sturmturbulenzen ein erhöhtes Mass an Strukturierung und klanglicher Differenzierung: Der Sturm ist bei Brennan nicht Chaos – er swingt.”

Urs Mattenberger, LNN, 9.November 1994


Fraeschber's Traum

8'

(#135, 1997)

für Sopran, Streichtrio und Bass-Klarinette
nach Texten von Arno Schmidt, Oskar Pastior, Eveline Hasler & Peter Rühmkorf

Kompositionsauftrag der "Sarine‘ Pilgrim" Schubertiade/Tomas Dratva

UA: 20.9.1997 Musée FRI-ART Fribourg Sylvia Nopper - sopran, Reto Wildeisen - Bassklarinette, Colla Parte Quartett

“...enfin, changement de registre avec la remarquable pièce Fraeschber‘s Traum pour soprano, clarinette basse et trio ˆ cordes de John Wolf Brennan qui, dans un langage free-jazz et post-sériel, parle de la tragique fin de la vie de Schubert en faisant référence aux thèmes du Voyage d‘hiver. Une musique très dense dans l‘expression, distanciée dans l‘humour. Un autre chef-d‘ouvre.”

Bernard Sansonnens, LA LIBERTE, Mercredi 24 Septembre 1997


for ED (i) S - on ly

3'

(#142, 1997)

für Alto-Saxophon, Oboe, Violine, Violoncello
& Vibraphon (Edison Denisov gewidmet)

Kompositionsauftrag von Thüring Bräm, Konservatorium Luzern

UA: 3.12.97 Konservatorium Luzern.
Leitung: Josef Kost

“Komponierte Kommentare... Die interessantesten Werke aber waren jene, die sich durch die Zweiminutengrenze zur Pointierung inspirieren liessen oder – umgekehrt – am deutlichsten gegen sie anrannten. Letzteres war der Fall in John Wolf Brennans schwungvoll vorandrängendem und kunstvoll verflochtenem und gebrochenem "for ED(i) S on ly", dessen Fugato-Mittelteil allerdings wegen der trockenen Saalakustik etwas klangspröd wirkte.”

Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung, Freitag 5.Dezember 1997


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Atanos

12'

(#103, 1993)

Trio für Alto-Saxophon, Klavier und Kontrabass Volcanic Instability – Hysterical Waltz – Lyrical Cantilena

Kompositionsauftrag von Andrea Formenti

Ersteinspielung: Andrea Formenti
(jecklin disco JS 302-2, 1994)

UA: Moscow Autumn Festival, 27.11.1995
Solist: Marc Sieffert - Alto-Saxophon, Paris

“Calculated ecstasy, imaginary folk music – both describe John Wolf Brennan‘s art, which is classically informed but craves the visual freedom of jazz,
albeit in an abstract, post-Coltrane context.”

Cian Gleeson, THE SUNDAY TIMES, London, 21 May 1995


olos

5'

(#126, 1996)

für Klarinette solo Sybille Bucher und Marc Brand gewidmet Reihe "Neue Musik für Klarinette", hg. von Martin Imfeld (1997)

Kompositionsauftrag der Musikedition Nepomuk, Aarau

“Die spannende Entdeckungsreise führt bereits im Titel zur ersten der verschiedenen Spiegelungen. Man wird vertraut mit Mehrklang, Flatterzunge und Glissandi. Eine Zwölftonreihe eröffnet den zweiten Teil.”

Lux Brahn, Schweizer musikpädagogische Blätter, Nr.3/85, Juli 1997


Frictions

12'

(#104, 1993)

für Flöte, Bassklarinette, Vibraphon und Streichtrio (Vl, Vla, Vc) (Alfred Schnittke gewidmet)

UA: Konservatorium Luzern,
5.September 1993
Leitung: Jean-Luc Darbellay

“John Wolf Brennans "Frictions", das zweite gewichtige Werk dieses Nachmittags, gewann einen Gestaltenreichtum, der die Magie sirrender Klangfelder mit Glockengeläut und rhythmischen Impulsen zu einem bunten, mitunter prallsinnlichen Musizieren verband.”

Urs Mattenberger, LNN, 7.September 1993


Alef Bet

11'

(#127, 1996)

for oboe, bassoon and piano

Kompositionsauftrag von Ori Meiraz und
Cynthia Adler Shoham, Tel Aviv

I Conflicting Voices
II Unisons? (not really)
III Peace Dance (vivace giocoso)

UA: 15.Juni 1996, Tel Aviv

SE: 30.Juni 1996, Musiksommer Weggis
Ori Meiraz - Oboe; Gad Ledermann - Fagott; Cynthia Adler Shoham - Klavier


Morgenstern hat Gold im Mund

22'

(#109, 1994; edition pan 1007)

– eine chorische Annäherung an die Galgenlieder Christian Morgensterns (1871-1914) für gem. Chor a capella 

UA: 21.5.1995 Musiksommer Weggis

Vokalensemble "pro musica" Winterthur, Leitung: Pierre Sarbach

b) Liebe
c) Der Lattenzaun
d) Das Huhn
e) Unter Zeiten
f) Ein an-aesth-ethisches Wiesel
g) Das grosse Lalula
h) Fisches Nachtgesang
i) Nein!
j) Molekulare Reprise
k) Himmel und Erde
l) Das Mondschaf
m) Die zwei Wurzeln
n) Un-Terho-Sench-Oral
o) Das Nasobem
p) Der Zwölf-Elf

“Kompositorisch verwendet John Wolf Brennan in seinen Galgenliedern für Chor a capella eine kraftvolle Harmonik in erweiterter Tonalität. Oft übernimmt ein Register, eingebettet vom Chor, die melodische Führung. Polyphon gibt sich die "Liebe", avantgardistisch "Nein" und natürlich stumm "Fisch: es macht Gesang" mit wellenförmigen Körperbewegungen und Mundgeräuschen.”

Hansburkard Meier, Luzerner Zeitung, 23.Mai 1995


Sonata pentatonica

15'

(# 94, 1992/93; edition pan 35)

für Piano solo

Allegretto lirico – Adagio grottesco – Allegro ritmico

UA: 19.9.1993 Peter Waters,
Musiksommer Weggis

“Die "Sonata pentatonica" von John Wolf Brennan nennt im Titel bereits ihr Prinzip: Grundlage ist die fünftönige, leittonfreie Skala, aus der einst die urtümliche Musik aller Völker gebaut war und die heute noch vor allem Kinderlieder prägt. Die drei Sonatensätze zeigen drei Wege, mit dieser Pentatonik umzugehen. Das “Allegro lirico” lebt von der Spannung zwischen bewegtem Allegro-Charakter und frei ausgesungenem lyrischen Genrestück, zwischen tänzerischem Volkston und der verfremdenden Ueberlagerung zweier Tonarten; das “Adagio grottesco” spielt mit emotional aufgeladenen Adagio-Kantilenen und ihrem grotesken Unterbrechen; das “Allegro ritmico” könnte schliesslich mit seinem kontinuierlichen Legatofluss als Hommage an die Minimal Art verstanden werden. Auch hier verweist John Wolf Brennan im Aufbrechen der Kontinuität auf Gemeinsamkeiten der drei Sätze, ebenso am Schluss, wenn er sich wiederum in Intime zurückzieht und die Musik sich verflüchtigen lässt.”

Thomas Gartmann, Luzerner Zeitung, 21.September 1993


Asikudaphari

4'

( #121, 1995)

Monodie für Violine allein

Katharina Schamboeck gewidmet

UA: Zentrum Mutschellen/ZH 3.3.1996

“Das kleine, klangvolle, mit Picczicati angereicherte Stück, durchaus reizvoll, war die Uraufführung Nummer eins dieser Soirée. Tempo und Virtuosität sowohl von der Violinistin wie auch vom Pianisten verlangte dann die "Rhap.s.odie"... dabei sind die zwei Interpreten tatsächlich spielerisch um jede synkopische Ecke geflitzt."

Bremgartner Bezirks-Anzeiger, 5.März 1996

“Asikudaphari für Violine solo kam wie ein Lehrstück für die Vielfältigkeit des Geigenspiels daher: Glissandi im Flageolettbereich wechselten ab mit Pizzicati, der Bogen der Solistin durfte springen, hämmern und streichen – ein abwechslungsreiches Stück.”

Walter-Karl Walde, Badener Tagblatt, 5.März 1996


Rhap.s.odie

7'

(#122, 1996)

für Violine und Klavier

Kompositionsauftrag von Katharina
Schamboeck

UA: Zentrum Mutschellen/ZH 3.3.1996

Ersteinspielung: Moscow Rachmaninov Trio
Mikhail Tsinman – Violine,
Viktor Yampolsky - Klavier
"Groupe Lacroix", Creative Works Records CW 1030 (1997)

“Rarities from Switzerland... Rhap.s.odie is an eclectic, generic work in vigorous contemporary style, with vivid rhythmic profiles and striking contrasts.”

Joseph McLella, The Washington Post, March 1, 1997


Diàlogos

8'

(#106, 1994)

für zwei Violoncelli

Christine Lacoste und MarkVarshavsky gewidmet


Pandämonium

7'

(#107, 1994; edition pan 36)

für Orgel solo

UA: Musiksommer Weggis, 7.6.1995
Solist: Olivier Eisenmann


Bestiarium

23'

(#51, 1990;
edition pan 300)

13 Klavierlieder für Sopran– oder Tenor-Stimme nach Texten von Otto Höschle und Christian Morgenstern*

UA: Andrea Stadelmann - Sopran,
Eva Serman - Klavier

Musiksommer Weggis, 23.6.91
(edition pan 300)

Ersteinspielung: Kurt Müller - Tenor,
Peter Baur - Klavier
swiss pan CD 510 046 (1991)

a) Von Spatzen und Tauben
b) Die Schnecke
c) Das Nasobem*
d) Meine Schäfchen
e) Engerlings-Song
f) Elefanten-Bekenntnis
g) Der Dinosaurier
h) Ameisenlitanei
i) An die Wölfe
j) Unter Haien
k) Der Pfau
l) Schildkrötentraum
m) Die Stubenfliege

“Ob Spatzen oder Engerlinge, Haie oder Dinosaurier: Im Liedzyklus "Bestiarium" bekommt alles, was in der Tierwelt kreucht und fleucht, seine humorvolle Interpretation. Die Miniaturen stehen in der Tradition abendländischer Liedkunst und mokieren sich gleichzeitig darüber. Da herrscht ein von Christian Morgenstern inspirierter Nonsens des Hintersinns.”

Rudolf Blum, TELE, Nr. 6/92, 10.Februar 1992


ALGolly Gal's Way to Galway Bay

8'

(#120, 1995)

for Flute Ensemble (55 Flutes or much less...)

Kompositionsauftrag von James Galway

UA: 12.8.1995 Musiksommer Weggis,
im Rahmen des 7. Internationalen Flöten-Seminars
Leitung: James Galway

“... a rare and fascinating, beautifully crafted piece, imaginary folk music at its best, treated with undoubted originality.”

Sarah Knight, Swiss Radio International, 18.August 1995


3 ver–flix–te Flötenstücke

10'

edition pan 354

für Flöte solo

vivace – lyrisch – agitato 

UA: "Phlyx" Jürg Zurmühle,
30.8.1987 Musiksommer Weggis

Flix         1' (#11, 1980)
Espaces     
3' (#49, 1987)
Phlyx       
6' (#45, 1992)

Leave it in Limbo

4'

(#90, 1996)

für Horn in F solo

UA: Mostly Modern Festival,
Dublin, 20.Februar 1997
Olivier Darbellay, Horn


Capriccio

5'

(#55, 1990;
edition pan 33)

für Piano solo

UA: Mostly Modern Festival,
Dublin, 20.Februar 1997
Eva Schwaar, Klavier

Ersteinspielung: David Meacock (swiss pan CD 510 046, 1991)

“John Wolf Brennan was represented by two pieces, Capriccio and Leave it in Limbo. Both were neatly crafted, memorable for its use of a slow horn line to produce vibrations from a piano whose sustaining pedal was wedged down.”

Martin Adams, IRISH TIMES, February 22, 1997


SprüchGägeSprüch

26'

(#72, 1991;
edition pan 1006)

– eine dialektische Kantate nach Texten von Heinrich Ineichen (1808–1873) für zwei gem.Chöre, Streichquartett und Perkussion

Kompositionsauftrag der IRG (Innerschweizer Rundfunkgesellschaft) Luzern

UA: 30.11.1991 Ballwil Kirchenchor und Belcanto Chor Ballwil
Leitung: Josef Estermann

“Ungeschminkte Sprööch... Polytextierung und dynamischer Sprachwitz.”

Christian Peter Meier, Luzerner Zeitung, 2.Dezember 1991

“...ein reizvolles, paradoxes, eigenwilliges Musikexperiment.”

Irène Amstutz, LNN, 28.November 1991


Tango neòn

16'

(#85, 1991)

Rubato malinconico – Confusione – Con moto, appassionata

für 11 MusikerInnen: Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Alto-Saxophon, Violine, Violoncello, Klavier, Celesta, Harfe und Xylophon

Kompositionsauftrag des ensemble opus novum Luzern

UA: 25.5.91 Kulturpanorama Luzern
Leitung: Pius Haefliger

...schmerzhaft dissonierende, expressive Klangfelder – kein eruptiv ausbrechender, sondern ein im Ausdruck raffiniert aufgefächerter Tango, mehr vielgestaltig als elementar. Die Tänzer wie auch das unter Pius Haefliger engagiert spielende Ensemble durften für diesen Höhepunkt reichhaltigen Applaus eines gebannt lauschenden Publikums entgegennehmen.

Urs Mattenberger, LNN, 31.Mai 1991


 

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